Antike Hals- und Gliederketten

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Zur Geschichte des Schmucks

Schmuck gibt es wahrscheinlich so lange, wie es die Menschheit gibt. Das Bedürfnis uns zu verschönern steckt in uns allen. Die ältesten erhaltenen Muschel-Ketten stammen aus einer Zeit von vor 100 000 Jahren. Schneckengehäuse, Tierzähne, Fischgräten, Perlen, Holzstückchen, Knochen und Steine folgten als Bereicherung. Die Verarbeitung und die Ausführungen variierten im Laufe der Zeit und veränderten sich ständig. So prägten Stammeseigenheiten und Landschaft die unterschiedlichen Varianten bei der Herstellung und dem Aussehen. Anhand des Schmuckes ließen sich zu dieser Zeit die verschiedenen Gruppen erkennen. Außerdem wurden damit die religiöse Zugehörigkeit und die soziale Stellung des Trägers kundgetan.

Als Kupfer und Bronze entdeckt wurden, eröffneten sich vollkommen neue Möglichkeiten. Natürlich hielten auch Gold und Silber Einzug in die Schmuckgestaltung. Ringe, Scheiben, Röllchen, Spiralen, Plättchen und weitere Formen wurden aus diesen Metallen gefertigt. Nach und nach wurde Schmuck auch ein Wertgegenstand. Man setzte ihn zu Tauschgeschäften ein oder brachte ihn als Geschenk dar. Nicht selten war er Objekt der Begierde und zog Räuber und Diebesgesindel an.

Für welchen Schmuck sollst du dich entscheiden?

Der Wunsch eine Kette zu tragen, entspringt einerseits sicher deiner Vorstellung dich zu schmücken. Damit lenkst du das Augenmerk anderer Menschen auf dich und gibst gleichzeitig etwas von deinem Wesen preis. Ob du es glaubst oder nicht, die Art deines Schmucks verrät einiges über dich. Bist du zurückhaltend und eher bescheiden, dann wird deine Wahl fraglos auf ein schlichteres Exemplar fallen. Möchtest du gesehen werden dann wählst du eine auffällige Kette. Wer innerhalb seiner Gruppe einen bestimmten Status einnimmt, der trägt als Erkennungszeichen ein besonders wertvolles oder markantes Stück.

Das Zeitalter und der Volksstamm, mit dem du dich identifizieren willst, sollte bei deiner Entscheidung ebenfalls eine Rolle spielen. Dazu kommt selbstverständlich noch dein persönlicher Geschmack. Du musst deine Kette auf jeden Fall auch mögen. Schließlich trägst du sie recht nah an deinem Körper, oft reicht sie sogar bis in die Herzgegend. Dort haben nur Dinge etwas zu suchen, die dir ein gutes Gefühl bereiten.

Die Vielfalt der Farben, Formen und Symbole

Bei der Auswahl einer Kette solltest du dich ebenfalls ein Stück weit von der Symbolik leiten lassen. Die hatte besonders im Mittelalter ein starkes Gewicht. Der keltische Knoten beispielsweise symbolisiert die Unendlichkeit. Eine einfache Axt gilt als Sinnbild der Streitbarkeit, während die Doppelaxt in vielen Kulturen das Weiblichkeitssymbol schlechthin ist. Perlen an sich oder ihre runde Form haben bei den meisten Völkern eine besondere Bedeutung. In der Regel symbolisieren sie Reinheit und Liebe, wobei sie zugleich das Böse abwehren sollen.

Bei der Wahl deines Schmucks kannst du dich auch zwischen verschiedenen Materialien entscheiden. Gold, Silber und Kupfer fühlen sich beim Anlegen auf der nackten Haut meist kalt an, übernehmen dann aber schnell deine Körperwärme. Die bunten Perlen werden heutzutage überwiegend aus Kunststoff gefertigt. Ketten aus Knochen und Horn sind dagegen Tierprodukte. Während eine Pythonkette sich wiederum nur wie eine Schlange an deinen Hals schmiegt und im Allgemeinen aus Metall gefertigt wurde.

Den Farben der Schmucksteine kann ebenfalls eine große Bedeutung zukommen. Rot ist das Feuer, die Liebe und die Leidenschaft. Silber steht für die Klugheit und die Originalität. Blau bedeutet Zuverlässigkeit, Vertrauen und Idealismus. Orange vermittelt Aktivität und Energie. Das Gold assoziiert Gutes, die Wahrheit und Leistung. Grün wirkt als Farbe der Mitte und des Lebens. In der Natur, die uns umgibt, ist dieser Farbton vorherrschend. Er spricht für Wachstum, Bestehen und das irdische Dasein.

Eine Kette ist also viel mehr als ein bloßer Schmuck. Sie ist ein Statement, eine Botschaft und deine Mitteilung an die Welt. Wähle sie gut und mit Bedacht aus, damit du allzeit Freude und Wohlgefallen an ihr findest. So wird sie über viele Jahre dein Begleiter werden und auch ein Teil deines Selbst. Man wird dich an ihr erkennen und dich nach ihrem Aussehen einschätzen. Achtung und Respekt gebühren demjenigen, der seine Entscheidungen mit Weisheit und dem Herzen trifft.

Ist eine Kette nur schön oder sogar mehr?

Dass der Schmuck in engen Zusammenhang mit der sozialen Position steht, ist sicher leicht zu verstehen. Je höher dein Rang, desto aufwändiger darf deine Kette sein. Sie kann aber auch mehr als nur zur bloßen Zierde gereichen. Als Amulett beschützt sie dich in unangenehmen Situationen, wendet Unheil ab und spendet sogar Trost in schweren Stunden. Diese Fähigkeit kann einem Schmuckstück von vorn herein eigen sein. Es kann aber auch für eine solche Aufgabe geweiht werden. Mit einer schönen Zeremonie wird dann aus einer vormals einfachen Kette vielleicht dein persönlicher Talisman und Glücksbringer. Damit erhältst du ein Schutzsymbol, dem man vielleicht sogar eine magische Kraft zuschreiben mag. Es soll dir Glück bringen und dir Ansehen verschaffen. Oft wird dafür auch ein symbolträchtiger Anhänger gewählt. Je nach deinen Vorstellungen können das Runenzeichen, Kreuze oder keltische Zeichen sein. Wichtig ist, dass du eine Beziehung dazu hast.