Papyrus - natürlicher Beschreibstoff

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Das Naturwunder der alten Welt

Papyrus, der Vorläufer unseres heutigen Papiers, aus Ägypten und seiner Hochzeit. Durch Tausch und Handel ist es zu Beginn des Mittelalters nach Europa gekommen. Ein aus natürlichen Materialien hergestelltes Schreibmaterial, dass zwar von Klerus und Vatikan bis in späte 11. Jahrhundert genutzt wurde, doch im allgemeinen Nutzen keine Verbreitung fand. Du fragst dich warum?

Papyrus ist ein wirklich interessantes Material. Es zeichnet sich durch Haltbarkeit und Vergänglichkeit aus. Es lehrt uns viel. Es zeigt uns, dass ein Material, dass so wertvoll und brauchbar in dem einen Teil unserer wunderbaren Welt, so vergänglich und zerbrechlich in einem anderen werden kann. Papyrus hält sich dort, wo es trocken und feucht frei ist. Wird es nass und kommt der erfrischende Regen, so freuen sich Würmern Hand und Mund ans Papyrus zu legen.
Es lehrt uns auch, dass ein jedes vergängliche Material das Potential zur Entwicklung trägt, denn der Grundgedanke, Schreibmaterial aus Pflanzenfasern herzustellen, so wie wir heute Papier jeglicher Art in unserem Alltag vorfinden, nutzen und zu Weilen gedankenlos verwenden, wurde mit den Papyrusrollen des alten Ägyptens nach Europa gebracht; Länder und Ozeane überschreitend und Jahrhunderte überdauernd. Aus Papyrus wurde Pergament, wurde Papier.

Worte, geschrieben mit Feder auf Papier

... die sende ich dir. Auf einer Rolle aus Papyrusgras, damit du was zum lesen hast. Aus feinen Streifen des saftigen Grases wurden überlagernde Schichten gebildet. Ein Kleber? Den brauchte man zur Herstellung nicht, denn der in der Papyruspflanze enthaltene Pflanzensaft zeugt von Stärke und Kraft. Der Kleber kommt erst dann ins Spiel, wenn man schreiben und festhalten möchte ziemlich viel. Denn dann wird Blatt für Blatt aneinander geleimt, damit die Geschichte auch vollständig scheint. Eine schöne Weise, um Geschichten zu weben, denn die Geschichten passieren im Hier und Jetzt, erzählen vom Leben. Hast auch du etwas zu sagen, dessen Ende sorgt dich mit Fragen? Vergesse die Fragen, und fange mit einem Blatt an, denn nur so wirst du erfahren, wie das Ende aussehen kann. Wie es ausgehen wird, denn mit Feder und Tinte, bist du der Gestalter.

Hegen und Pflegen des geschriebenen Wortes

Erinnere dich, Papyrus leidet bei Feuchtigkeit. Hast du einen Tonkrug oder Baskenkorb zum Erhalten bereit, so weißt du deine Worte ein klein wenig sicherer aufbewahrt, bis das nächste Blatt der Geschichte geschrieben ward. Schreiben kannst du mit einem Schreibrohr aus Schilf oder mit Feder, dass entscheidet für sich ein jeder. Denn es ist wichtig und kommt auf das Worte an, dass du mit der Tinte aufs Papier bringen kannst. Als kleine Motivation und Antriebskraft, haben wir eine Statue von einem Schreiber im alten Ägypten gedacht. Sie kann helfen, zurück zum Fokus zu finden, den Gedanken zu lokalisieren und in Worte zu binden. Ein Blick des Vertrauens in einer Symbolik aus Stein, so kann das Tagewerk bald vollendet sein.

Schnipp, Schnapp, Papier ab

Denn auch die Römer waren ganz kreativ und haben aus Eisen Scheren geschmiedet, die das Durchtrennen von Papyrus und Geschichten zuließen. Hat man sich in einem Erzählstrang verrannt, so hilft die Schere beim Schneiden der Seiten ein Kapitel umzuschreiben.