Ritterhelme basteln beim Kindergeburtstag

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Wie kann man beim Kindergeburtstag Ritter spielen?

Damit Du mit deinen Kindern das Erlebnis Mittelalter und Ritterspiele bei Dir zu Hause erleben kannst, brauchst Du zunächst die richtige Ausrüstung. Diese beginnt dem Ritterhelm basteln. Diesen kannst Du deinem Ritter aufsetzen und so die Rüstung perfektionieren. Spielerisch kannst Du nun deinem Kind die Welt der Ritterspiele näherbringen. Bildung und Spaß in einem, die Kinder sind glücklich und lernen noch etwas dabei.

Um auf dem Kindergeburtstag Ritter spielen zu können braucht man natürlich auch Pferde. Diese sind einfach zu basteln und können zu demonstrativen Zwecken genutzt werden. Kreativität und Ideenreichtum wird mit der Bastelarbeit gefördert. Währenddessen kannst Du den Kindern wissenswertes über das Mittelalter beibringen. Dieses Wissen können die Kinder nach der Fertigstellung der Spielzeuge sofort umsetzen und müssen es sich nicht erst mühsam in der Schule aneignen. So lernen sie mit viel Spaß an der Sache die alten Zeiten des Mittelalters kennen. Ein Rittergeburtstag kann außerdem durch die entsprechende Gewandung der Gäste und die angepasste Sprache authentisch gestaltet werden. Auch das Mittagsmahl kann für die kleinen Ritter im mittelalterlichen Stil angerichtet werden. Die Kleinen essen meistens sowieso gerne mit den Fingern, da passt ein Rittergeburtstag doch hervorragend als Thema.

Was sind Ritterspiele?

Diese Art des Turniers gab es bereits rund 900 nach Christus. Sie wurden entweder zur Belustigung des Adels ausgerichtet, denn die Kirche verbat die Spiele später als gotteslästerliche Sünden, wie das Tanzen oder die Völlerei. Vorwiegend wurden die Turniere aber abgehalten, um Knappen zu Rittern zu ernennen, die eigene Ehre zu verteidigen, oder ein neues Lehen zu vergeben. Dabei waren die Ritterspiele alles andere als lustig. Damals ging ein Stoß mit der Lanze, bei dem der Reiter fällt, nicht selten mit dem Tod aus. Selbst, wenn der Ritter nur tiefe Fleischwunden davon trug, wusste man oft nicht, ob diese brandig wurden und sich entzündeten. Außerdem wurden heilende Mittel zu dieser Zeit meist noch als Teufelswerk verpönt. Heute werden die Ritterspiele in vielen Städten nachgestellt. Wenn Du dir ein Stück dieser Zeit nach Hause holen möchtest, dann kannst Du dir einen Ritterhelm basteln und mit diesem deine Reise in das Mittelalter beginnen.

Auch ein Rittergeburtstag entführt dich, deine Freunde, Kinder und Familie in die Zeiten der verwegenen Ritter, Herzöge, Grafen, Könige und Kaiser. Wenn die Turniere beendet waren und die Siegerehrung vorbei war, versammelte sich die Gesellschaft an einem großen Festgelage, welches mit Hähnchen, Braten, Spanferkel und anderen Köstlichkeiten bestückt war. Bist Du also mit dem Ritterhelm basteln fertig und hast deinen Rittergeburtstag geplant, dann sei doch für einen Tag mittelalterlicher Gastgeber. Du eröffnest das Mahl und lädst zu Speis und Trank ein und das Wichtigste ist natürlich, du beendest das Mahl auch. Im Mittelalter durfte man erst den Tisch verlassen, wenn der Gastgeber sich erhoben hatte. Dies galt sowohl für das Beenden des Essens, wie auch für die gesellschaftlichen Gespräche.

Welche Disziplinen gab es bei den Ritterspielen?

Eine der bekanntesten Disziplinen bei den Turnieren des Adels, welche auch heute noch vielfach zelebriert wird, ist das Tjosten. Diese Kategorie bezeichnet das Reiten zu Pferd, während man eine Lanze in der rechten Hand hält. Im Duell treten die Kontrahenten gegeneinander an. Dabei ist ein Zaun oder eine Bande zwischen ihnen. An dieser entlang reiten die Kontrahenten auf der jeweiligen Seite ihrem Gegenüber mit gestreckter Lanze entgegen und versucht diesen aus dem Sattel zu hieven. Wenn Du das Tjosten einmal ausprobieren möchtest, dann kannst Du schon einmal deinen Ritterhelm basteln, denn ein Ritter ohne Helm ist ziemlich schutzlos.

Wer zum Kindergeburtstag Ritter spielen möchte, der kann passend dazu Lanzen aus Stroh, Styropor oder Schaumstoff verwenden. Wenn man beim Tjosten den Gegner am Körper trifft bekommt man einen Punkt, am Herzen zwei Punkte und wenn der Gegner so schwer getroffen wurde, dass er vom Pferd fiel, war der Kampf gewonnen. Eine weitere Disziplin der Ritterspiele ist das Ringstechen. Ebenfalls zu Pferd und mit einer Lanze in der Hand muss der Reiter hier versuchen, verschiedene Ringe aus unterschiedlichen Höhen auf die Lanze zu stechen. Die Ringe werden hierfür frei schwebend an T-Balken aufgehangen. Manche verwenden auch bewegliche Balken zum Aufhängen der Ringe. Hier muss der Reiter zusätzlich das richtige Drehmoment abpassen, um den Ring aufzustechen.

Abgesehen von den Disziplinen zu Pferd gab es außerdem Gefechte im Schwertkampf. Dieser konnte zu Fuß und auf dem Pferd ausgetragen werden, ganz nach dem Ermessen der Gastgeber. Zu guter Letzt gab es noch den sogenannten Buhurt. Dieser bestand aus einem abgestecktes Feld, in dem nur zu Fuß und mit stumpfen Waffen gekämpft wurde. Hier traten zumeist all jene an, die an diesem Tag zum Ritter geschlagen werden konnten. Ging man erfolgreich aus dem Massengefecht hervor, war einem der Ritterschlag und ein dazugehöriges Lehen, sowie eine kleine Burg sicher. In den meisten Fällen hatte ein Junge mit 20 Jahren das Alter eines Ritters erreicht. In seltenen Fällen, etwa wenn der Vater in den Krieg ziehen musste und der älteste Sohn erst 16 war, konnte das Alter für den Ritterschlag aber auch herabgesetzt werden.