Trinkhörner

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Geschichte des Trinkhorns

Unter einem Trinkhorn versteht man ein Trinkgefäß, welches seit mehreren Tausend Jahren verwendet wird. Ursprünglich wurden Tierhörner aus den Hörnern von Auerochsen und Wisenten gefertigt. Archäologen konnten nachweisen, dass Trinkhörner bereits in der Bronzezeit verwendet wurden. Die Griechen bildeten die natürlichen Trinkgefäße aus Metall oder Ton nach und auch in anderen hochentwickelten Kulturen erfreuten sich Trinkhörner großer Beliebtheit.

Auffallend ist, dass eine Vielzahl an Trinkhörnern in den ersten 500 Jahren nach Christus aus Glas hergestellt wurden. Bereits damals wurde ein reger Handel betrieben und die speziellen Trinkgefäße gelangten sogar bis in den skandinavischen Raum.
Als der Keltenfürst von Hochdorf starb, wurden ihm neun Trinkhörner mit ins Grab gelegt, welche sowohl mit Gold als auch mit Bronze beschlagen waren.
Bei Grabungen entdeckten Archäologen zahlreiche Trinkhörner in Taplow und Sutton Hop, welche im 7. Jahrhundert nach Christi gefertigt wurden.

Trinkhörner wurden nicht nur in Europa, sondern auch im skythischen Raum verwendet. Dort fand man eine Vielzahl an edlen Modellen, die entweder aus purem Gold hergestellt oder mit Goldplättchen verziert wurden. In Nordamerika und Afrika wurden die Hörner sowohl für Getränke als auch zur Aufbewahrung von kleinen Gegenständen verwendet.

Im gotischen Mittelalter um 1550 wurden die geschichtsträchtigen Trinkgefäße aufwändig verziert. Zahlreiche Modelle wurden in vergoldetes Silber eingefasst. Zum Teil wurden sie sogar mit einen speziellen Unterbau oder einem Standfuß ausgestattet.
Die Hörner stammten häufig von ausgehöhlten Stoßzähnen von Elefanten. Im Laufe der Jahre wurden auch Narwal- und Rhinozeruszähne verwendet. Damit die Zähne exklusiv aussahen, wurden sie entweder mit detaillierten Schnitzereien geschmückt oder glatt poliert.
In der Renaissance stellte das Trinkhorn ein Prunkgefäß dar, welches von Reichtum zeugte.

Arten und Verwendung

  • Bei einem Trinkhorn trinkst Du aus einer großen Mundöffnung
  • Trinkst Du aus der offenen Spitze, so heißt das mittelalterliche Trinkgefäß Rhyton

Bei beiden Varianten handelte es sich um stilechte Trinkkgefäße, aus welchen nicht nur süßer Met getrunken wurde.
In den meisten Shops findest Du Trinkhörner, die von Büffel oder Rindern stammen. Die Natur geformten Hörner werden zuerst geschliffen, dann auf Hochglanz poliert.

Kein Horn ist wie ein anderes und die Vielfalt an unterschiedlichen Farbnuancen und Formen ist enorm.

Wenn Du Dich für ein Naturprodukt entscheidest, erhältst Du ein wahres Unikat, weil jedes Horn eine einzigartige Farbgebung aufweist.
Da Trinkhörner oftmals aufwändig verziert und auch hochwertigen Materialien hergestellt sind, handelt es sich um Trinkgefäße, die äußerst repräsentativ sind.
Heutzutage handelt es sich beim Großteil der Trinkhörner um Schaustücke. Speziell in der Mittelalter-Szene, bei Studenten und Fans der Asatru werden die geschichtsträchtigen Gefäße auch heute noch verwendet. Wenn Du eine Studentenparty, eine Feier für Verwandte oder ein Treffen mit Arbeitskollegen ausrichtest, werden die stilvollen Trinkhörner für Begeisterung sorgen und die Blicke auf sich ziehen. Ob für den Willkommenstrunk, den Karneval, Partys aller Art oder für einen religiösen Akt, diese Trinkgefäße sind multifunktional und stets stilsicher.

Lass alte Zeiten mit Deinem außergewöhnlichen Unikat aufleben und schinde Eindruck!

Kauftipps

Achte beim Kauf eines Naturprodukts darauf, dass dein Trinkhorn mit einem speziellen Lack versehen ist. An der Innenseite deines Spezialhorns sollte ein lebensmittelechter Lack angebracht sein. Dieser garantiert, jegliche positiven Eigenschaften wie ein modernes, herkömmliches Trinkgefäß. Der Lack sollte sowohl resistent gegenüber Speichel als auch alkoholbeständig sein. Du solltest auch überprüfen, ob dein Wunschmodell hitzeresistent ist und ob es möglich ist, daraus kohlensäurehaltige Getränke zu schlürfen.

Überlege Dir, wie groß das Fassungsvermögen sein sollte. Meist reicht für Zuhause ein
Horn mit weniger als einem Liter aus. Natürlich fallen Hörner für ein Festival oder einer Mittelalter-Markt größer aus, um im Gedränge nicht zu viel zu verschütten.
Wenn Du Dich für ein maschinell hergestelltes Trinkhorn entscheidest, entspricht Dein Modell exakt der Beschreibung, bei einem Naturhorn kann es manchmal zu leichten Abweichen von der Produktbeschreibung kommen.
Damit Dein Trinkhorn Stürze besser übersteht, solltest Du ein dickes Horn auswählen. Hiermit ist nicht der komplette Horn-Durchmesser, sondern die Materialstärke gemeint.

Je dicker das Horn, desto robuster

Hochwertige Trinkhörner erkennt man sofort am neutralen Geruch. Weder das Horn noch der Lack sollen streng riechen.
Schon seit vielen Jahrhunderten gibt es für Trinkhörner spezielle Ständer, um die Gefäße edel zur Schau stellen zu können. Damit Du Dein Horn beim genüsslichen Schlürfen nicht immer in der Hand halten brauchst, bietet sich ein schöner Trinkhornständer an. Die praktischen Ständer werden großteils aus Holz oder Eisen gefertigt. Nicht selten werden Trinkhornständer aus Messing hergestellt.

Reinigung der Trinkhörner

Generell handelt es sich bei Trinkhörnern um langlebige Trinkgefäße, die jeder Witterung Stand halten. Daher konnten Archäologen zahlreiche historische Modelle ausgraben, die auch heute noch in einem guten Zustand sind.
Nach dem Gebrauch solltest Du Dein Trinkhorn stets reinigen, damit Du lange Zeit Freude damit hast. Meist ist die Außenseite des Horns eher anfällig, da der Lebensmittel echte Lack auf der Innenseite des Horns aufgetragen wird. Wie der Name schon sagt handelt es sich hierbei jedoch um Naturprodukte aus Horn. So wie Du Deine Haare und Nägel pflegst, solltest Du auch Dein Trinkhorn pflegen.

Auf keinen Fall solltest Du Dein Trinkgefäß in einem Geschirrspüler reinigen! Die Hörner aus Naturmaterialien leiden extrem unter den scharfen Reinigungsmitteln und auch auch das warme Wasser schädigt die unlackierte Außenseite. In der Spülmaschine kann das Horn nicht nur spröde werden, sondern auch Risse bekommen. Du gibst Deine Haare ja auch nicht mehr als 90 Minuten lang in eine Seifenlauge, die hochkonzentriert und rund 80 Grad heiß ist. Generell kannst Du Dir merken, dass Du Dein Gefäß aus Horn vor Frost, wochenlanger Sonneneinstrahlung, Salz und scharfen Putzmitteln schützen solltest.